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26. Oktober 2011

Dennis L. Meadows zu Gast bei der Enquête Wachstum und der Grünen Fraktion

Dennis L. Meadows hat sowohl in der Enquête Kommission wie auch bei seinem Besuch bei Bündnis90/Die Grünen überzeugend die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten vorgestellt. Sein schlichtes aber äußerst aktuelles und bedeutendes Ergebnis ist, dass die Ressourcen der Erde endlich sind.

Sei es Öl oder die seltenen Erden, wir müssen uns darauf einstellen, dass diese und andere Rohstoffe nicht unbegrenzt vorhanden sind. So sind wir gut beraten mit unseren begrenzten Ressourcen sorgsam umzugehen und ein Messsystem zu entwickeln, das uns den Verbrauch der Rohstoffe anzeigt. Genau wie ein Auto nicht mehr fährt, wenn sein Tank leer ist, wird unser Wohlstand nur schwer zu halten sein, wenn die natürlichen Rohstoffe unserer Erde zu Ende gehen. So war das Kernplädoyer von Meadows, dass die Menschen aufhören müssen über ihre Verhältnisse zu leben und ihre Art zu Leben verändern müssen.

20111025 Meadows

 

 

 

 

 

 

 

 

Dennis L. Meadows (links) und Thomas Gambke

Ein Problem besteht laut Meadows darin, dass der oft allein wahrgenommene Indikator "Wachstum des BIP" möglicherweise signalisiert "alles im grünen Bereich", obwohl der Tank fast auf "leer" steht. So müsse die Politik ein Indikatorensystem entwickeln, dass andere und mehr Bereiche als die wirtschaftliche Ent- wicklung anzeigt.                                                                

Für Thomas Gambke waren die Schlüsse aus den Vorträgen von Meadows klar. "Wir müssen soziale und ökologische Leitplanken einrichten und mit Indikatoren messbar machen", so Gambke. Dann hätten Politiker und Unternehmer eine Entscheidungsgrundlage mehr, um sich für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Wirtschaftsweise zu entscheiden. "Aktuell messen wir allein mit dem Bruttoinlandsprodukt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes, um jedoch die aktuellen und zukünftigen Probleme bewältigen zu können, benötigen Unternehmer, Politiker und Konsumenten eine breitere Bewertungsgrundlage, die neben wirtschaftlichen Wachstum auch Umweltschäden, Ressourcenverbrauch und soziale Faktoren wie zum Beispiel Einkommensverteilung und das Bildungsniveau umfasst", so Gambke.

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