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25. Oktober 2011

IHK Niederbayern und Grüne Bundestagsfraktion diskutieren über Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum

Zu den Ergebnissen eines Fachgesprächs zur Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum erklärt Dr. Thomas Gambke, MdB, Mitglied im Finanzausschuss und Mitglied der AG Ländliche Entwicklung der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen:

Am 21.10. 2011 hat die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen zu einem Fachgespräch nach Berlin zum Thema Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum eingeladen. Mitinitiator des Fachgesprächs war der niederbayerische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gambke. Zu den eingeladenen Experten zählte auch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Niederbayern, Walter Keilbart. „Ich freue mich, dass Herr Keilbart sein Know-How für die Grüne Bundestagsfraktion eingebracht hat und die Vorzüge und Probleme unserer ländlichen Region in Niederbayern erläutert hat“, so Thomas Gambke.

Inhaltlich gab es dabei durchaus Kontroversen zwischen Keilbart und Gambke. Als Vertreter der Wirtschaft vor Ort mahnte Keilbart die angemessene Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur an. Explizit verwies er neben dem Ausbau des Breitbandnetzes auch auf die Notwendigkeit von angemessenen Straßenanbindungen. „Beim Ausbau der Datennetze unterstützen wir Grüne die Position der IHK und mit ihr vieler Unternehmen vor Ort“, so Gambke. „Beim Thema Gütertransport setze ich aber eher auf eine Stärkung des Schienentransportes als auf weitere Autobahnen und Bundesfernstraßen“, so Gambke weiter. Einig waren sich die Diskutanten in anderen Bereichen. So sahen IHK und Grüne starken Handlungsbedarf beim Thema Fachkräftemangel. Keilbart schlug vor, die Fernpendler, die oft lange Strecken bis München oder in andere Metropolregionen zur Arbeit fahren, stärker an die ländlichen Regionen zu binden. Außerdem sahen sowohl Keilbart wie auch Gambke die Notwendigkeit von innerbetrieblicher Weiterbildung und Qualifizierung der Arbeitskräfte vor Ort als wichtig an.                

FG Ländliche Entwicklung                                                                                                                Thomas Gambke (2.v.l.) und Walter Keilbart von der IHK Niederbayern (2.v.r.) im Kreis der Referenten 

     

 

 

 

 

„Die Region Niederbayern profitiert enorm von der Metropolregion München und hat sich seit der Grenzöffnung in Richtung Osteuropa vor 20 Jahren enorm positiv entwickelt“, so Keilbart. Eine Lösung zur Stärkung der Wirtschaft auch in anderen ländlichen Regionen könne die Produktionsverlagerung aus den Metropolen in diese Regionen haben, so Keilbart. Letztlich wäre die Produktion günstiger und Unternehmen und die Wirtschaft im ländlichen Raum würden gestärkt werden.

Am Ende betonten sowohl Keilbart wie auch Gambke die Notwendigkeit der schnellen Energiewende und den Ausbau der Windenergie in Bayern. Dafür brauche es auch mehr Akzeptanz in der Bevölkerung, so Keilbart. Gambke unterstützte diese Aussage. Er selber will mit seiner Initiative „100 Windräder für Niederbayern“ für Akzeptanz werben.

Beide Seiten waren nach dem Meinungsaustausch zufrieden. „Es ist immer wichtig, dass man an einem Strang zieht und seine Meinungen austauscht“, so Gambke. „Trotz an manchen Stellen unterschiedlicher Schwerpunkte wollen alle Beteiligten den ländlichen Raum stärken“, so das Fazit der Veranstaltung.

 

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