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In einer Pressekonferenz in Plattling am 5. Januar hat Dr. Thomas Gambke, MdB, zu seinen persönlichen Zielen und Initiativen zur Förderung der Erneuerbaren Energien Stellung genommen. Dabei hat er 4 Kernthemen vorgestellt:
Gambke wies darauf hin, dass selbst die 100 Windkraftstandorte in Niederbayern ein äußerst bescheidenes Ziel seien, sollen doch selbst nach dem Willen der Bayerischen Staatsregierung die Anzahl der Windkraftanlagen in Bayern bis 2013 verdoppelt werden. Aktuell stehen in Bayern knapp 400 Windräder. Im Land Rheinlandpfalz seien im Verhältnis zur Fläche des Landes 10 mal soviel Windräder wie in Bayern installiert, dabei weise Rheinlandpfalz ähnliche Windverhältnisse auf wie Bayern. Als Maßnahme kündigte der Abgeordnete verstärkt notwendige Überzeugungsarbeit vor allem in den Landratsämtern an.
Mit dem Projekt E-Wald soll in sechs Landkreisen des Bayerischen Waldes im praktischen Betrieb E-Mobilität erprobt werden. "Als Physiker weiß ich: Neben aller Theorie muss das Experiment, die Realität beweisen, ob die theoretischen Annahmen stimmen." Deshalb unterstützt der MdB das Projekt, bei der nicht erst entwickelt, sondern der heutige Stand der Technik erprobt werden soll. "Die Mobilität des Menschen ist ein Grundbedürfnis, das wir auch in Zeiten des Klimawandels und der immer teurer werdenden Spritpreise abdecken wollen".
Niederbayern ist der Photovoltaik-Spitzenreiter Deutschlands. Nach einer Aussage des Netzbetreibers E.ON Bayern AG sind 40 Prozent der bundesweiten Photovoltaik-Leistung in Bayern installiert und davon wiederum 40 Prozent allein in Niederbayern. Mit gezielten Maßnahmen wolle er diesen Ausbau weiter vorantreiben. Dabei sei natürlich eine weitere Absenkung der Vergütung nach dem EEG vorzunehmen. Diese müsse sich aber am Markt orientieren, zum Beispiel am Preis der Solarstromanlagen. Die Anpassung könne auch in kürzeren Zeitintervallen erfolgen. Eine klare Absage erteilte Gambke den Vorschlägen des energiepolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Thomas Bareiß. "Eine Deckelung der Förderung oder eine Begrenzung des Zubaus auf eine bestimmte Stromerzeugungsleistung ist ein Rückschritt in die finsterste Planwirtschaft", so Gambke.
Weiterhin will Gambke weitere Kommunen und Gebietskörperschaften ermutigen, mit konkreten Projekten eine Energieautarkie anzustreben. Gemeint ist damit, dass die Gemeinde soviel Energie erzeugt, wie sie verbraucht oder sogar einen Energieüberschuss produziert. Einige Kommunen seien wie Furth im Landkreis Landshut oder Ascha im Wald im Landkreis Straubing-Bogen seien mit einem langfristigen Konzept schon (fast) am Ziel. Wichtig sei es, wirklich konkrete Ziele und Maßnahmen in den einzelnen Gemeinden zu benennen und auch die Umsetzung zu betreiben. Ein Papier mit einem "Energiekonzept" allein reiche nicht aus, so der Abgeordnete mit Blick auf die Stadt Landshut, bei der Ansätze zur Nutzung von Geothermie, Kraftwärmekopplung, Windkraft oder Bioenergie bislang nicht aus dem Vorplanungsstadium herausgekommen seien.