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13. Januar 2011

Dr. Thomas Gambke, MdB und Eike Hallitzky, MdL trafen den DGB-Regionsvorsitzenden Klaus Pauli zu einem Informationsgespräch

Aktuelle sozialpolitische Fragen wie insbesondere das Thema  Rente mit 67, standen im Mittelpunkt  des Informationsaustausches. Pauli erläuterte mit etlichen Beispielen den mit der Anhebung des Rentenalters verbundenen deutlichen Rentenabschlag. Aktuell sei nur ein äußerst geringer Anteil der über 60-jährigen in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Nach Ansicht von Pauli müssten zunächst die Beschäftigungsverhältnisse der älteren Arbeitnehmer verbessert werden, bevor über eine Anhebung des Renteneintrittsalters geredet werden könne. "Zu den heutigen Bedingungen bedeutet die Rente mit 67 ganz klar eine Rentenkürzung", so der Landshuter DGB-Vorsitzende. Die Grünen Politiker wiesen allerdings darauf hin, dass die demographische Entwicklung  zu einer immer stärkeren Belastung der Jüngeren führe. Wenn heute drei Junge einen Rentner stützten, so würden das in einigen Jahren nur noch zwei sein. "Deshalb halten wir Grüne an der schrittweisen Einführung der Rente mit 67 fest", bekräftigte Gambke die Grüne Position.

Besuch DGB Pauli Landshut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bundestagsabgeordneter Dr. Thomas Gambke, Landtagsabgeordneter Eike Hallitzky und der DGB-Regionsvorsitzende Klaus Pauli (von links nach rechts)

Einig waren sich Grüne und der DGB-Vorsitzende in der Einschätzung, dass heute der Druck auf den jungen Arbeitnehmer viel zu hoch sei. "Eine Krankenschwester ist heute schon mit 55 Jahren oft an der Grenze ihrer Leistungskraft angekommen", so Eike Hallitzky. Deshalb sei es dringend notwendig, die Bedingungen der Arbeit endlich wieder so zu gestalten, dass es möglich ist, gesund bis ins Alter von über 65 Jahren zu arbeiten. Es sei nicht hinzunehmen, wenn die Arbeitnehmer im Betrieb so stark belastet werden, dass sie oft schon in jungen Jahren körperlich und vor allem psychisch am Ende ihrer Kraft seien. Gerade die immer weiter zunehmende Unsicherheit des Arbeitsplatzes sei eine Belastung für viele Menschen, die zu einem dramatischen  Anstieg stressbedingter Krankheiten geführt habe. Pauli konnte dies mit einer Reihe von Daten aus der Rentenversicherungsanstalt belegen.

In diesem Zusammenhang kritisierte Thomas Gambke die Strategie der Telekom, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern  zwar eine Beschäftigungsgarantie zu geben, aber mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen wie jüngst von Landshut nach Augsburg praktisch eine Kündigung des Arbeitsplatzes zu betreiben. Die Beschäftigungsgarantie sei damit wertlos: "Wer einer Teilzeitkraft aus Landshut einen Arbeitsplatz in Augsburg anbietet, argumentiert verlogen, denn damit werden dem Arbeitnehmer unzumutbare Bedingungen aufgezwängt und der Mitarbeiter zur Kündigung gezwungen," so sein Vorwurf an die Adresse der Telekom. Auch der Bund sei als Hauptanteilseigner der Telekom in der Verantwortung, die diese aber laut Gambke ablehne. Dies hatte die Bundesregierung auf schriftliche Fragen  von Herrn Dr. Gambke geantwortet.

Pauli und Gambke vereinbarten, weiterhin in direktem Gespräch mit der Telekom auf eine Rücknahme der Änderungskündigungen hinzuwirken.

 

 

 

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