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6. Oktober 2010

Mitarbeiterinteressen bei geplanter Schließung der Telekom in Landshut berücksichtigen

Zur geplanten Schließung des Telekom-Standortes Landshut erklären Dr. Thomas Gambke, MdB sowie Dr. Thomas Keyßner, Stadtrat in Landshut, Bündnis 90/Die Grünen:

"Die Interessen der Mitarbeiter müssen bei der geplanten Schließung der Abteilungen Informationstechnologie und Vertrieb der Telekom am Postplatz in Landshut berücksichtigt werden," so Dr. Thomas Gambke und Dr. Thomas Keyßner. Im Interesse der Mitarbeiter verlangen die beiden Grünen Politiker eine Überprüfung dieses Beschlusses, denn das Angebot eines Arbeitsplatzes in Augsburg sei schlicht inakzeptabel – nicht nur für Teilzeitangestellte. Die Verlegung komme einer Kündigung der Arbeitsplätze gleich und müsse auch so behandelt werden. Das schließt ein, dass der Arbeitsplatzverlust für die Mitarbeiter über eine Beschäftigungsgesellschaft aufgefangen werden müsse. In einer solchen Beschäftigungsgesellschaft könnten sich die Mitarbeiter der Telekom für alternative Arbeitsplatzangebote in Landshut qualifizieren. "Es kann nicht sein, dass die Betriebsvereinbarungen der Telekom, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen, zu unternehmerisch falschen und personalpolitisch inakzeptablen Entscheidungen führen", so Gambke.

Deutlich wird mit der geplanten Aufgabe dieser Abteilung der Telekom in Landshut aber auch, dass solche strategische Entscheidungen nicht von der Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes abhängig gemacht werden. Keyßner weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Absenkung der Gewerbesteuer in Landshut vor zwei Jahren nur die Nachteile um zwei Millionen Euro verminderter Einnahmen für die Stadt gebracht haben und eben nicht, wie vielfach behauptet, zur Arbeitsplatzsicherheit in Landshut beiträgt. "Strategische Standortentscheidungen von Unternehmen werden nur in ganz geringem Maße von den Hebesätzen bestimmt. Augsburg hat einen Hebesatz von 435, das hätte doch eigentlich die Telekom bewegen müssen, mehr und nicht weniger Arbeitsplätze in Landshut zu haben," so Keyßner.

 

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